Ein Märchen für Erwachsene


Natalja Schumann


Rote Blume. Zeichnung: Anna Barbaschina


Bei den Russen gibt es ein sehr bekanntes Märchen – das Märchen von der roten Blume. Der Sinn solcher Märchen offenbart sich nicht auf den ersten Blick; er ist ebenso unerwartet wie wunderschön!

Ein reicher Kaufmann fuhr mit seinen Waren in ferne Länder. Jede seiner drei Töchter bat ihn darum, ihr etwas mitzubringen. Die erste wünschte sich ein wunderhübsches Spiegelein, die zweite Schmuck, die dritte eine rote Blume, die schöner sein sollte als alle anderen Dinge auf der Welt.

Ohne sonderliche Mühe erwarb der Vater die Geschenke für die beiden älteren Töchter, doch für seine Lieblingstochter, die jüngste, konnte er einfach nicht finden, was er suchte, obgleich er viele Städte und Länder bereiste.

Eines Tages geriet er in einen dichten, finsteren Wald. Dort stand ein Schloß von betörender Schönheit, und in ihm geschahen Wunder. Unsichtbare Diener tischten die erlesensten Speisen auf; in prachtvollen Sälen erklang bezaubernde Musik. Doch nicht genug damit: Im Garten neben dem Schloß fand der Kaufmann eine rote Blume von zuvor nie gesehener Schönheit! Sie gehörte dem Herrn des Schlosses, einem verwunschenen Prinzen, der in ein schreckliches Ungeheuer verwandelt worden war. Er behütete und liebte diese Blume als den kostbarsten Schatz seines Schlosses und schätzte sie höher als sein Augenlicht.

Der Kaufmann wollte diese Blume erwerben und besitzen – dies war ja der einzige Wunsch seiner geliebten jüngsten Tochter! Schon bald erschien diese selbst im Schloß, wo ihr die unsichtbaren Diener jeden Wunsch von den Augen ablasen und sie wie ihre Herrin bedienten. Der fürchterliche, zottige Herr des Schlosses nahm die Sucherin nach der roten Blume gastfreundlich auf.

Ihre Güte und Dankbarkeit gegenüber ihrem Gastgeber kannte keine Grenzen, und seine Großzügigkeit war ebenso grenzenlos. Das Mädchen gewann das entsetzliche Ungeheuer ob seiner Herzensgüte lieb. Und diese Liebe verwandelte ihn in einen wunderschönen Prinzen zurück. Die beiden feierten eine prächtige Hochzeit. Schon früher hatte der Bräutigam seiner Braut erzählt, daß sie seine zwölfte sei. Vor ihr hatten bereits elf Mädchen im Schlosse verweilt, doch keine von ihnen hatte Liebe für das äußerlich so entsetzliche Ungetüm empfinden können…

Auf den ersten Blick handelt dieses Märchen von jenen Menschen, welche die göttliche Seele in sich suchen und finden, nachdem sie sich durch die finsteren, furchterregenden Labyrinthe der menschlichen Seele durchgekämpft und dabei stets den Weg nach vorne beschritten haben. Nur die Liebe vermag das Dunkel zu erhellen und den Weg zum Herzen zu weisen. Doch betrachten wir das Märchen genauer, so erschließt sich uns ein noch tieferer Sinn. Mir, der ich stets tiefe Liebe für Rußland und Deutschland empfunden habe, erschien das Bild des im Blumenbeet liegenden Ungeheuers, das die rote Blume mit seinem Leibe schützt und furchtbar unter seiner Einsamkeit sowie dem Unverständnis und der Lieblosigkeit leidet, die ihm entgegenschlagen, für Deutschland selbst zu stehen: Ein von der ganzen Welt verfluchtes Land, behaftet mit dem Brandmal eines imaginären Faschismus, in Wahrheit jedoch der Hüter eines kostbaren Schatzes: des edlen Blutes der Arier – Germanen wie Slawen. Das wunderhübsche Mädchen, das unermüdlich nach der roten Blume sucht, versinnbildlicht jene Russen, die die mit einer flammenden Blume im Herzen unter ihren deutschen Brüdern nach ihresgleichen suchen. Durch das Licht ihrer Herzen wird die Finsternis erhellt, und die Lüge um die deutsche Nation muß dem Licht der Wahrheit weichen.

In Moskau herrscht im 21. Jahrhundert ein auf vollem Vertrauen beruhendes Verhältnis zwischen den beiden Völkern!

Der Mensch, der die rote Blume gefunden hat, begreift das hauptsächliche Geheimnis unseres Lebens: Das Geheimnis des Bluts der weißen Völker unseres Planeten, das in sich den Reichtum der Seele und des Charakters sowie das schöpferische Prinzip unserer Ahnen birgt.

Als Katharina die Grosse, russische Zarin deutscher Abstammung, nach Deutschland fuhr, um für ihre Enkel adlige Bräute zu finden, sagte sie: “Wir begeben uns auf die Suche nach edlem Blut!” Deutsche und russische Dynastien haben den Reichtum ihres Blutes jahrhundertelang bewahrt! Dies ist wahrhaftig das Wertvollste, was wir besitzen! In unserem Blut verbirgt sich das ganze Wissen des Alls.

Nicht zufällig wird im Märchen von der roten Blume von den elf Mädchen berichtet, denen es nicht gelang, das Ungeheuer durch ihre Liebe von seinem Fluch zu erlösen. Wir wissen von den sieben Chakras, jenen energetischen, unsichtbaren Körpern des Menschen, doch in Wahrheit gibt es ihrer zwölf, die bis in den Kosmos hinausreichen – den Makrokosmos. Das zwölfte ist die höchste Stufe der Erkenntnis des Makrokosmos im Mikrokosmos – dem Menschen selbst -, und bei ihr handelt es sich um nichts anderes als um das Blut!

Unter uns gibt es nicht allzu viele, die in sich die rote Blume entdeckt haben, welche empor bis zur zwölften Stufe reicht. Es sind dies jene, die bereits wissen, daß man uns, wie zuvor schon so oft, auch im Zweiten Weltkrieg betrogen hat, als man die westlichen Arier mit List und Tücke dazu anstachelte, die östlichen Arier zu vernichten, nachdem man diese zu einer besonderen Gruppe, den Slawen, abgestempelt hatte. Und der Krieg vernichtet bekanntlich nicht nur die Träger des besten Erbes, sondern schützt gleichzeitig auch das Leben der Minderwertigen. Wir verfügen über die Aussage eines deutschen Generals, der bezeugt, als die arischen Burschen nach Rußland gekommen seien, hätten sie dort echte Arier angetroffen: eine blauäugige, blonde Jugend, die nicht schlechter und manchmal sogar besser war als die Vertreter der Hitlerjugend.

Ich habe viele Jahre lang in Deutschland gelebt. Es ist ein wunderschönes Land! Doch als seinen hauptsächlichen Reichtum erachte ich die schönen Menschen, wie man sie im Leben und auf alten Fotos beobachten kann.

Vor allen Deutschen verneige ich mich zum Dank für das interessante Leben meiner Tochter in Deutschland! Als sie noch den Krankenschwesternberuf erlernte, küßte ihr in einem großen Krankenhaus ein ehemaliger Kriegsgefangener vor Freude die Hand, und seine Augen füllten sich mit Tränen. Meine Tochter kam nämlich aus derselben russischen Stadt, wo er als Kriegsgefangener gelebt und Jahre seiner Jugend verbracht hatte. Bis zum heutigen Tage schreiben ehemalige deutsche Kriegsgefangene Bücher über jene Zeit und erinnern sich mit Dankbarkeit an jede noble Geste russischer Menschen ihnen gegenüber.

Ich verneige mich vor allen Deutschen dafür, daß meine Tochter, die in Deutschland in einem Altersheim arbeitet, nicht nur von Tag zu Tag, sondern buchstäblich von Stunde zu Stunde weiser wird, während die lichten Strahlen der roten Blumen dieser wertvollen Menschen auf sie fallen. Sie gehören einer Generation an, die noch zu Beginn oder zumindest in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts geboren ist und in sich alle Vorzüge und die volle Kraft der weißen Nation bewahrt hat!

Ein wunderbares Beispiel eines nationalen Helden und Menschen von starkem Geist ist der große deutsche Kanzler Otto von Bismarck. Wie schwer war doch seine national-patriotische Mission! Wie mühsam war es für ihn, auf den Preußenkönig Wilhelm einzuwirken, der von einem Spinnennetz von Hofintrigen umgarnt war! Doch wenn es den beiden bisweilen gelang, gemeinsam zu marschieren, erweckte Bismarck im König einen kämpferischen Geist, indem er ihn daran erinnerte, daß sie beide preußische Offiziere waren und als solche unbesiegbar.

Der König war Bismarck für diese Stunden der seelischen Stärkung dankbar, erweckten sie in ihm doch das, was stets im Blut von uns allen lag, die wir russische und deutsche Patrioten sind: die Unbesiegbarkeit, das Streben nach der Einheit geistesgleicher Menschen!

Liebe deutsche Freunde! Der Mensch hat in seinem Leben die Wahl zwischen zwei grundlegenden Maximen: “Teile und herrsche!” oder “Vereinige dich und gedeihe”. Ich sehe in dem großen Deutschen Bismarck einen mir geistig nahestehenden Menschen, und ich will unsere Einheit. Als Diplomat in St. Petersburg liebte er eine russische Frau und gab seinen Nachfahren den Rat, niemals Krieg gegen Rußland zu führen.

In Norddeutschland steht ein Denkmal Bismarcks, bei dem zu seinen Füssen Adler kauern, die starken Vögel des freien deutschen Volkes. In einem Film ist zu sehen, wie ein deutscher Historiker den Kameramann ins Innere des Denkmals führt. Und dort, auf der Innenseite des Denkmals, ist in schmucken gotischen Lettern Bismarcks Aufruf an seine Nachfahren zu lesen: “Deutsche Europas und der ganzen Welt! Nur wenn ihr einig seid, werdet ihr bestehen.” Ich schließe mich dem Aufruf dieses starken Menschen an. Und ich rufe Sie, meine Damen und Herren, dazu auf, darüber nachzudenken, welche Deutschen Bismarck denn zur Einigung aufgerufen haben mag!

Manche Rußlanddeutsche sind aus Rußland nach Deutschland zurückgekehrt; andere blieben mit ihren zahlreichen Nachkommen in Rußland. Der Urgroßvater einer Bekannten von mir war nach dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs zusammen mit seiner Frau Klara aus Deutschland zurückgekehrt, und als seine Urenkelin als Touristin nach Berlin fuhr, fühlte sie sich dort so sicher wie zu Hause. Da sieht man, was eine gemeinsame genetische Abstammung bedeutet! Wer deutsche und slawische Gene in sich trägt, den unbesiegbaren Geist unserer Vorfahren besitzt, der ist unser Freund!

Die Zeit ist gekommen, sich zu vereinen und zu gedeihen, ein schönes Leben zu führen und dabei Kraft bei unseren slawisch-arischen Göttern zu schöpfen.

Unlängst hatte ich hierzu einen ahnungsvollen Traum. Es versammelte sich eine Gruppe freundlicher junger Menschen. Sie dachten darüber nach, wie sie gemäß den Bräuchen ihrer göttlichen Ahnen am besten geniale Kinder zeugen könnten. Doch dann wurde es um sie herum dunkel, und von oben hörten sie die Drohung erklingen: “Für uns wird es ein Leichtes sein, eure Kinder zu finden. Wir bringen sie ins Dunkel, wo es leicht sein wird, das von ihnen ausgehende Licht zu verdunkeln. Und wir werden sie vernichten.”

Als ich aus meinem Traum erwacht war, vermochte ich diesen unschwer zu deuten. Um uns und unsere Kinder zu retten, dürfen wir nicht unter dem Schutz der Dunkelheit handeln, worunter auch viele lügenhafte “Errungenschaften” des wilden Kapitalismus zu verstehen sind, sondern unter dem Schutz der lichten Kräfte unserer uns so nahen Verwandten, unserer göttlichen Ahnen!

Wir müssen uns in den Städten in russisch-deutschen Vereinigungen zusammentun, auf dem Lande Siedlungen gründen, das Paradies auf Erden wiederaufleben lassen, in dem unsere gemeinsamen Vorfahren lebten!

Mehr als 2000 russisch-deutsche Firmen mit 3500 Mitarbeitern, die allen Richtungen des heutigen Lebens angehören, bringen heute unsere Staaten und Völker immer näher zusammen. Wir danken ihnen dafür und wünschen ihnen recht große Erfolge.

Ruhm den verwandten Völkern Deutschlands und Rußlands!

Mögen uns bei allen unseren Unterfangen unsere gemeinsamen göttlichen Vorfahren zur Seite stehen!



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