Deutsch-Russische Beziehungen: Historischer Rückblick und Perspektiven


Pawel Tulajew



Pawel Tulajew

In Rußland werden derzeit panslawistische Stimmungen wieder stärker, und in Deutschland ist partiell ein Wiedererstarken der Germanophilen zu beobachten. Beide Tendenzen liegen im Trend der Zeit und sind von einer positiven, gesunden Grundhaltung geprägt. Dennoch ist allgemein bekannt, daß sich die slawische und die germanische Welt immer wieder diametral gegenüberstanden. Die Verschärfung der Gegensätze zwischen beiden führte wiederholt zu Konflikten, Kriegen, ja zu wechselseitiger Vernichtung von Völkern, die eigentlich miteinander verwandt sind. Solche Kriege waren jedoch immer nur für eine dritte Seite günstig, unabhängig davon, wer diese jeweils war – die Kriegführenden hatten den Schaden.

Ein klassisches Beispiel dafür ist der Zweite Weltkrieg, als Deutsche ebenso wie Russen amerikanischen Interessen zum Opfer fielen. Auch in letzter Zeit verschärft sich der Gegensatz zwischen germanischer und slawischer Welt im Zusammenhang mit der NATO-Osterweiterung wieder – eine Entwicklung, die zu Spannungen und Konflikten führen kann, wenn es nicht gelingt, die sich aufstauenden Probleme rechtzeitig zu entschärfen. Auf diese Gefahr mit dem gebührenden Nachdruck hinzuweisen, ist eines der Hauptziele meiner Darlegungen.

Werfen wir einen Blick auf unsere Wurzeln. Deutsche wie Russen gehören dem europiden Ast der weißen Rasse an und sind ihrem Ursprung nach Glieder der indoeuropäischen bzw. “arischen” Völkergemeinschaft, die sich im Zeitraum zwischen dem sechsten und dem vierten vorchristlichen Jahrtausend in Osteuropa bildete. Für diesen Sachverhalt haben zeitgenössische Archäologen, Anthropologen, Linguisten, Mythenforscher zahlreiche Beweise gesammelt. Als nachgewiesen darf auch gelten, daß die arische Urheimat auf dem Gebiet des gegenwärtigen Rußland lag und daß die Ahnen der hyperboräischen Götter wie Zeus, Leto, Artemis und Apollo auf dem Gebiet der heutigen Slawen geboren wurden.

Nach der Herausbildung der einzelnen Stämme bewohnten Germanen, Balten und Slawen benachbarte Regionen in Ost- und Nordeuropa: die Becken der Flüsse “Labe” (Elbe), “Odra” (Oder), “Wisla” (Weichsel), Donau und Dnjepr sowie die Küsten der Ostsee und des Schwarzen Meeres. Nicht selten gingen sie in geographischer Hinsicht die gleichen Wege. Die Waräger-Russen benutzten jene Wasserstrassen, die schon von den Goten erkundet und befahren worden waren. Odin (Wotan), der oberste Gott unter den Asen, kam aus Troja, das in Snorri Sturlusons Edda als Asgard bezeichnet wird, nach Skandinavien. Ebenfalls in Kleinasien, einer ebenfalls schon früh von Indoeuropäern besiedelten Region, wurden etliche Spuren einer protorussischen Zivilisation entdeckt.

Außerordentlich komplex stellen sich die Verhältnisse während der sogenannten Völkerwanderung dar. In diesem Zusammenhang wäre es richtiger, von Eroberungszügen statt von “Wanderungen” zu sprechen, weil die barbarischen Stämme, die im 5. Jahrhundert n. Chr. vom Nordwesten Europas aus ins Römische Reich einbrachen, Südwesteuropa erobert und dort ihre eigenen Staaten gegründet haben. Im Westen meint man oft, unter den Barbaren hätten die Germanen stark überwogen. In der Tat standen an der Spitze der Alemannen, Sueben, Goten, Wandalen und Franken, die ihre eigenen Staaten gründeten, in der Regel germanische Führer. Dies bedeutet aber nicht, daß die Heere der Barbarenvölker ebenfalls ausschließlich oder vorwiegend aus Germanen bestanden hätten. Wandalen und Goten, die zur gleichen Zeit wie die Alanen aus slawischen, venetischen und skythischen Territorien hervorbrachen, waren gemischter Herkunft. Es läßt sich nur sehr schwer überprüfen, wie hoch der Anteil der einzelnen Stämmen an der Gesamtzahl der an der Völkerwanderung beteiligten Menschen war, doch wird sich nicht bestreiten lassen, daß sich darunter auch slawische Stämme befunden haben – dies um so mehr, als die Namen mehrerer berühmter barbarischer Stammeshäuptlinge slawischer Herkunft bekannt sind: Gonsorik, Vandal, Bus.

Bei alledem ist die Herkunft der Russen bis heute unter Wissenschaftlern eine offene Frage. In alten Urkunden heißt es, daß die Russen Waräger waren, und daß sie unter den Rurikiden die Slawen unterwarfen. Dies würde bedeuten, daß die “Russen” ursprünglich keine Slawen waren. Diese Tatsache ist der Grund für die endlosen Diskussionen zwischen “Slawophilen” und Anhängern der Normannen-Theorie. Die “Slawophilen” führen immer neue Argumente für den hohen Entwicklungsstand der seßhaften slawischen Zivilisation im ersten nachchristlichen Jahrtausend ins Feld, deren Errungenschaften auf Skythen, Veneten und Goten zurückgingen; die “Normannisten” entdecken ihrerseits stetig neue Fakten über die alten Russen, Rugen und Ruthenen, die in Zentral- und Osteuropa wohnten.

Das bisher Gesagte reicht bereits, um die europäische Abstammung der russischen Kultur schlüssig nachzuweisen. Der asiatische Einfluß ist natürlich nicht zu verschweigen, doch verwende ich hier absichtlich den Terminus “eurasisch” nicht, um den europäischen Charakter der slawisch-russischen Rasse und Kultur zu unterstreichen. Die Annahme des Christentums durch die Kiewer bzw. Nowgoroder “Rus” zwischen dem neunten und dem zwölften Jahrhundert vollendete dann die Herausbildung staatlicher und kirchlicher Institutionen nach europäischem Vorbild und nahm so den Weg zu einem Staatsbau byzantinischer Art vorweg.

In der Folgezeit kam es bekanntlich zur mongolisch-tatarischen Oberherrschaft unter der sogenannten Goldenen Horde. Rußland verlor für eine gewisse Zeit seine Unabhängigkeit. Völlig “tatarisiert”, wie es westliche Russophobe immer wieder darstellten, wurde es aber nicht. Moskau kam als Zentrum eine herausragende Stellung zu, denn von hier aus wurde die Einheit der russischen Ländereien verwirklicht. Natürlich war die neue Hauptstadt ihrem Stil nach “asiatischer” als Kiew oder Nowgorod; im wesentlichen aber blieb das Moskauer Zarenreich osteuropäisch-byzantinisch geprägt

Die mit Peter dem Grossen verbundenen Seiten im Geschichtsbuch – Peter legte bewußt den Grundstein zur “Verdeutschung” Rußlands und gründete eigens dafür die neue Hauptstadt Petersburg – sind sehr gut bekannt, so daß an dieser Stelle nur flüchtig darauf einzugehen ist. Peters Gefolge und seine Nachkommen aus der Dynastie der Romanow waren immer um Blutsbande mit alten deutschen Familien bemüht. Allein die Herkunft der berühmtesten Kaiserinnen – Katharina II. (eine geborene Sophie Friederike Auguste von Anhalt-Zerbst) und die Gemahlin Nikolaus’ II. (Alexandra Fjodorowna, eine geborene Alice von Hessen-Darmstadt) - spricht für sich.

Diese Blutsverwandtschaft, die immer stärkeren wirtschaftlichen und militärischen Beziehungen sowie die gemeinsame christliche Religion schufen die Voraussetzungen dafür, daß sich Rußland zu einer europäischen Großmacht mauserte. Das Militärbündnis gegen die Türkei, die Teilnahme an der Anti-Napoleon-Koalition, die auf dem Wiener Kongreß von 1814-1815 zwischen Rußland, Preußen und Österreich besiegelte Heilige Allianz – all dies waren Ergebnisse einer fruchtbaren russisch-deutschen Zusammenarbeit und gemeinsamen Strategie sowie einer äußerst geschickten konservativen Diplomatie.

Es wäre sicherlich übertrieben zu behaupten, Rußland habe sich in seiner Außenpolitik und seinen Bestrebungen damals ausschließlich an Deutschland ausgerichtet; nach der Niederlage Napoleons wurde der französische Einfluß auf den russischen Adel jedoch durch den deutschen verdrängt. Seit Nikolaus I. ließ man sich von deutscher Bildung, Literatur, Musik, Mode und – natürlich – vom deutschen Militärwesen beflügeln. In der Armee, die von ihren europäischen Kriegszügen zurückkehrte, bildete sich der sogenannte “preußische Stil” heraus. Joukowskij und Gogol lesen sich mitunter wie Schiller und E.T.H. Hoffmann; Odojewski studierte Schelling; Glinka, Mussorgksij und Borodin begeisterten sich für die Musik Beethovens und Wagners; der Völkerkundler Afanassijew entwickelte die mythologische Schule der Gebrüder Grimm weiter; Tjutschew, der in Deutschland lebte, konnte in den höheren Schichten der Gesellschaft Freunde und Anhänger für Rußland gewinnen.

Auch die Revolutionäre fanden Lehrer aus Deutschland. Bakunin war bekanntlich ein großer Anhänger Hegels und popularisierte dessen Ideen; ferner war er ein persönlicher Freund Richard Wagners. Zum Kreis der Germanophilen unter den Dialektikern zählen auch Belinskij und Herzen. Auch Lenin war ein leidenschaftlicher Hegel-Anhänger, doch war seine Dialektik besonderer Art. Dieser rabiate Revolutionär gemischt russisch-deutsch-jüdischer Herkunft schöpfte seine Weltanschauung größtenteils aus der Lehre von Marx, Engels sowie anderen Sozialdemokraten und Kommunisten, die allesamt Internationalisten waren, was ganz gewiß nicht der klassischen deutschen Philosophie entspricht. In diesem Sinne ist Marx ein klassisches Beispiel für einen nur vordergründig deutschen, in Wirklichkeit dem deutschen Geist kraß entgegengesetzten Einfluß auf Rußland.

Etwas organischer, aber nicht weniger revolutionierend machte sich der Einfluß Nietzsches bemerkbar (der, nebenbei gesagt, auch Slawen unter seinen Ahnen hatte). Die Salon-Elite im Rußland Nikolaus’ II. – genannt seien nur Dmitri Mereschkowskij, Wjatscheslaw Iwanow, Rosanow, Belyi, Brjussow und eine Reihe anderer literarischer Ästheten – empfanden den “Zarathustra” geradezu als Erleuchtung, die ihnen schlagartig neue Erkenntnisse vermittelte. Eine ganze Generation von Malern bildete sich heraus, die zur “Umwertung aller Werte” aufrief.

Man kann mit gutem Recht behaupten, daß die Revolution von deutschem Boden aus nach Rußland gelangte. Damit ist nicht die Revolution im engeren Sinne, also sozialer und politischer Kampf, gemeint, sondern eher eine qualitative Veränderung der Weltanschauung der Menschen beim Übergang von einer Epoche in eine andere. Der wissenschaftliche und technische Fortschritt, der Umschwung in der Kunst, der klassenkämpferische Auftritt des Proletariats, der alte russische Geist der Rebellion, die jüdische Gesellschaftskritik, der antiimperialistische Kampf der Völker – dies alles und noch viele andere Faktoren flossen dabei zu einem Strom voller Widersprüche zusammen.

Auch der Aufbau des Sozialismus in der UdSSR und im Dritten Reich, der wiederum viele gemeinsame, aber auch gegensätzliche Züge aufwies, muß unter diesem Gesichtspunkt betrachtet werden.

Nach 1917 lernten die deutschen National-Sozialisten viel von den Bolschewiken, doch darf man darin natürlich keine bloße Nachahmung der Erfahrungen der Oktoberrevolution sehen. In Deutschland herrschte unter den Intellektuellen von Anfang an eine starke russophile Stimmung. Spengler hatte, ehe er den “Untergang des Abendlandes” schrieb, Danilewskis “Rußland und Europa” gelesen, worin im Sinne Herders und Franz von Baaders ein neues aufgehendes Reich im Osten prophezeit wurde. Ein anderer Ideologe der “Konservativen Revolution”, Arthur Moeller van den Bruck, kommentierte und übersetzte Dostojewskij ins Deutsche. Goebbels schrieb einen Roman mit dem Titel “Michael”, den “Roman eines deutschen Gottsuchers”, ganz im Geiste Dostojewskijs. Eine wahre Apologie der russischen Seele stellte Walter Schubarts Buch “Europa und die Seele des Ostens” dar, in dem der deutsche Philosoph die Ideen Spenglers im Lichte der russischen Denker des frühen 20. Jahrhunderts weiterentwickelte. Wegen seiner Ansichten erlitt Schubart schwere Nachteile und sah sich gezwungen, aus dem Deutschland Hitlers nach Riga zu fliehen.

Bekanntlich war Hitler ein Gegner des Slawentums; er hatte seinerzeit die Werke des Rassenwissenschaftlers und Pangermanisten Fritz Lenz in sich aufgesogen, übernahm die Argumente des Rußland und dem Christentum gleichermaßen feindlich gesinnten Alfred Rosenberg und befolgte die Ratschläge seiner Strategen, doch in seinem Inneren beneidete er Stalin um dessen Stärke und folgte in manchem seinem Beispiel.

Unter den Russen war vor 1941 durchaus Sympathie für das neue nationalrevolutionäre Deutschland vorherrschend. Die einen sahen in den Deutschen Verbündete im Klassenkampf, die anderen Brüder im Blut, die dritten Kriegsverbündete. In der Tat läßt sich, vergleicht man den nationalsozialistischen mit dem bolschewistischen Stil, viel Gemeinsames entdecken: die antikapitalistische Arbeitsethik, der militärische Uniformismus, die Propagierung von Sport und gesunder Lebensweise, der Neoklassizismus in Architektur, Bildhauerei und Malerei. Es war deshalb nur natürlich, daß die UdSSR und das Dritte Reich objektiv um den Abschluß eines beiderseitigen Friedenspaktes bemüht waren.

Dabei waren geopolitische Anziehungskräfte zwischen den beiden Mächten schon lange vor der Unterzeichnung des Molotow-Ribbentrop-Paktes spürbar gewesen. Wie aus kürzlich zum Vorschein gekommenen Dokumenten hervorgeht, ist unstrittig, daß Sowjetrußland trotz des Versailler Vertrages schon in den Jahren 1922/1923 insgeheim bei der Aufrüstung der Reichswehr half. Auf sowjetischem Territorium wurden geheime deutsch-sowjetische Fabriken, Flugplätze, Panzer- und Flugabwehrschulen unterhalten; Militärexperten tauschten ihre Erfahrungen aus. Nachdem Hitler zur Macht gekommen war, wurde die sowjetisch-deutsche Zusammenarbeit eingestellt, und wie man weiß, konnte der Pakt von 1939 den Krieg zwischen den beiden Staaten nicht verhindern.

In die Falle des Krieges gerieten später diejenigen, die sich in Deutschland befanden und auf Hitler gesetzt hatten: Etwa die Anführer der pro-nationalsozialistischen ROND (Russische Nationalbefreiungsbewegung), überzeugte “Kleinrussen”, aber auch der germanophile Kosaken-Ataman Krasnow sowie der in Gefangenschaft geratene General Wlassow samt der unter seiner Leitung geschaffenen Russischen Befreiungsarmee RONA. Die deutschen Geheimdienste haben den russischen Emigranten im Grunde niemals getraut und immer danach getrachtet, sie unter Kontrolle zu halten. Nur vereinzelt gab es Ausnahmen wie den emigrierten Baltendeutschen Rosenberg. Letztlich verloren freilich die einen wie die anderen.

Wer profitierte von der gegenseitigen Vernichtung der UdSSR und des Dritten Reiches? Vor allem die USA, Großbritannien, die Freimaurerei und das internationale Bankkapital. Obschon auf der Seite der Sieger, ging Rußland zerstört, ausgeblutet und ausgehungert aus dem Krieg hervor. Deutschland, ebenfalls ausgeblutet und verwüstet, wurde in Besatzungszonen aufgeteilt. Gleichzeitig kam es auf Betreiben der USA zur Gründung neuer internationaler Organisationen wie der UNO und der NATO, und im Nahen Osten wurde der Staat Israel gegründet. Die Einflußzonen wurden von den USA festgelegt, doch erlaubten sie den Sowjets, einen Teil Osteuropas einschließlich der DDR zu kontrollieren. Doch selbst die UdSSR mit ihrer kommunistischen und internationalistischen Ideologie war in erheblichem Umfang dem Einfluß, um nicht zu sagen der Aufsicht der USA unterworfen. Die Amerikaner unterstützten nur diejenigen Aktionen der Russen, die zu ihrer eigenen Stärkung beitrugen. Dies alles führte nach und nach zur wirtschaftlichen und militärischen Vorherrschaft der USA in Europa, mit der die Deutschen besser vertraut sind als die Russen.

Es ist bekannt, daß im heutigen Deutschland die Skepsis gegenüber den USA wieder im Wachsen ist. Gleichzeitig erwacht ein Interesse am neuen Rußland; neue russophile Stimmungen zeichnen sich ab. Wie könnte es auch anders sein? Rußland hat den Deutschen die Möglichkeit zur Wiedervereinigung geboten, wandte sich selbst von der Chimäre des Marxismus ab und seinen alten europäischen und arischen Wurzeln zu. Die Amerikaner investieren unterdessen ihr Kapital in Westeuropa, aber in Wirklichkeit wollen sie nur neue Märkte schaffen und Superprofite erzielen, sie streben die globale Alleinherrschaft und die Schaffung einer neuen Weltwirtschaftsordnung an – alles im vermeintlichen Interesse der Europäer.

In Rußland hat sich das Verhältnis den Deutschen gegenüber verändert. Über die Geschichte und Kultur Deutschlands, über seine modernen Eigenschaften wurde und wird objektiv informiert. Die Teilnehmer des Zweiten Weltkrieges erblicken in den “Fritzen” keine Todfeinde mehr, auch wenn sie vieles nicht vergessen können. Unter den Jugendlichen machen sich germanophile Tendenzen breit; es gibt ein ehrliches, lebendiges Interesse an den Erfahrungen mit dem Dritten Reich. Man kann sogar von einem national-sozialistischen Stil als Mode sprechen; dieser Stil läßt sich unschwer in der Ideologie und Ästhetik einiger Organisationen und “neurechter” Zeitschriften (“Elementy”, “Ataka”, “Nasledie Predkow” [Ahnenerbe], “Imperija”, “Sturmownik”, ja selbst im Repertoire moderner Rock-Gruppen erkennen.

Russische Vordenker sind heute ernsthaft mit der Ausarbeitung neuer geopolitischer Modelle beschäftigt, die Deutschen und Russen die entscheidenden Positionen bei der Organisation des neuen euro-asiatischen Raumes, aber auch bei der Schaffung neuer politischer und militärischer Strukturen auf dem Kontinent zuweisen. Mit den juristischen Aspekten eines Russisch-Deutschen Bundes befaßt sich insbesondere die von B. Wiedemann gegründete “Institutionalsgesellschaft” in Berlin, die ein internationales Informationsbulletin mit dem Titel “Imperativ” herausgibt; bei diesem handelt es sich um ein neues, der konservativen Revolution verpflichtetes Organ, das zusammen mit dem “Europäischen Synergon” die theoretischen Grundlagen des künftigen Kontinentalreiches erarbeitet.

Noch ist es zu früh, von Ergebnissen dieser Projekte zu sprechen, denn wir stehen erst am Anfang unseres Weges. Die ersten Schritte sind jedoch schon getan. Wir wissen etwas voneinander und haben die Möglichkeit, Informationen und Konzepte auszutauschen. Sehr wichtig ist es hierbei, von Anfang an den richtigen Ton im Umgang miteinander zu finden, und zwar direkt, ohne überflüssige Vermittler. So wird es möglich sein, allmählich und ohne Substanzverlust das angepeilte Ziel zu erreichen – die deutsch-russische Partnerschaft der Zukunft.

Quelle: ATHENAEUM, Moskau, 2005


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